Emotion und Gender in literarischen Texten. #LitWiss #SentimentAnalysis #DigitalHumanities
Emotionsanalyse

1. Analyseergebnisse: Emotionen und Gender im Deutschen Novellenschatz

Die Analyse des ersten Drittels unseres Korpus ist geschafft. In diesem Beitrag ziehen wir eine vorsichtige Zwischenbilanz hinsichtlich einer genderstereotypen Verteilung der im Deutschen Novellenschatz verborgenen Emotionsinformationen. Zur Erinnerung: Wir möchten u. a. herausfinden, welche Emotionen männliche, weibliche oder diverse Figuren auf welche Art und Weise zum Ausdruck bringen und ob diesbezüglich von einer stereotypen Genderdarstellung die Rede sein kann. Neben die Frage nach der textuellen Gestalt, in der Emotionen in unserem Korpus auftauchen, tritt der Versuch, ein operationalisierbares Verfahren zur literaturwissenschaftlichen genderbezogenen Emotionsanalyse zu entwickeln. Hierbei arbeiten wir mit unterschiedlichen digitalen Tools bzw. Methoden der digitalen Literaturwissenschaft und begreifen Methodenreflektion und -anpassung als weitere Arbeitsschwerpunkte unseres Projekts.

Welche Emotionstypen kommen im Deutschen Novellenschatz vor?

Im folgenden Teil möchten wir einige besonders interessante Ergebnisse der Analyse der Emotionstypen (Tagset: Emotionen_ART) vorstellen. Diese Vorstellung ist als beispielhaft und noch nicht abgeschlossen zu verstehen. In diesem Zusammenhang besteht das Hauptinteresse darin, besonders interessante Ansatzpunkte herauszuarbeiten und für die noch ausstehenden Analysen zu erweitern. Schauen wir zunächst auf die Gesamtverteilung der im Korpus durch Figuren aller Geschlechter zum Ausdruck gebrachten Emotionen. In den acht bisher zur Analyse herangezogenen Novellen verteilen sich die Basisemotionen wie folgt:

Emotion und Gender in der Literatur: Analyseergebnisse #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 1: Analyseergebnisse (Emotionen_ART, 8 Novellen): FREUDE / GLÜCK 19 %, FURCHT / ANGST 18 %, TRAUER 13%, LIEBE 13 %, ZORN 13 %, UNGEWISS 10 %, PROBLEMFÄLLE (Hassliebe, Scham, Erstaunen) 10 %, EKEL 4 %

FREUDE / GLÜCK stehen an erster Stelle der Rangordnung (317 Annotationen), allerdings dicht gefolgt von den Vertretern einer negativen Basisemotion, der ANGST (306 Annotationen).

Die TRAUER steht an dritter Stelle der Gesamteinteilung (221 Annotationen), während LIEBE (215 Annotationen) am vierthäufigsten vorkommt, beinahe gleichauf mit ZORN (211 Annotationen). Einem „emotionalen Problemfall“ (also Mut, Eifersucht, Hassliebe u. s. w.) wurden 175 Textstellen zugeordnet. Als UNGEWISS wurden 145 Textstellen annotiert. Unter den PROBLEMFÄLLEN dominieren Erstaunen und Scham, sie fallen insgesamt aber vergleichsweise wenig ins Gewicht. Das Schlusslicht bildet mit 64 Annotationen der EKEL.
Diese ersten genderneutralen Analysergebnisse zeigen zunächst, dass sich innerhalb der untersuchten Novellen die gesamte Bandbreite der aus der Forschungsliteratur abgeleiteten Basisemotionen wiederfindet.
Darüber hinaus weisen die Novellen Emotionen auf, die sich nicht ad hoc einer der Emotionsfamilien zuordnen lassen. Die Kategorie „Ungewiss“ wurde während des Annotationsprozesses um zahlreiche Emotionstypen erweitert. Hier zu nennen sind unter anderem Wahnsinn, Gefühlskälte, Misstrauen, Reue, Zuversicht, Hinterhältigkeit, Langeweile und Missbilligung.

Unter rein quantitativer Perspektive lassen sich drei Wirkungs- oder Spannungsfelder konstituieren, in denen unterschiedliche Emotionstypen amtieren (s. Abb. 2).

Emotion und Gender in der Literatur: Gesamtüberblick #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 2: Genderneutraler Gesamtüberblick der im Korpus vorrangig auftretenden Emotionen

Die zwei besonders häufig vertretenen Emotionstypen FREUDE / GLÜCK und FURCHT / ANGST mit beinahe konträren Wertigkeiten (extrem positiv und extrem negativ) bilden das erste Feld. Mit über 300 Annotationen pro Emotionstyp dominieren sie das untersuchte Korpus. Im Mittelfeld, mit immer noch knapp über 200 Annotationen pro Kategorie, liegen LIEBE, TRAUER und ZORN. Das kleinste Feld setzt sich aus den Problemfällen, den ungewissen Emotionstypen und den unterschiedlichen Formen des Ekels zusammen.

Welche genderspezifische Verteilung von Emotionen findet sich im Deutschen Novellenschatz?

Im folgenden Teil stellen wir die genderspezifische Verteilung von Emotionen und eine Auswahl der hieraus abgeleiteten Emotionsprofile vor.

Fanny Lewalds Die Tante und Julie Ludwigs Das Gericht im Walde: Emotionale Extremreaktionen vs. Ausgeglichenheit

Emotion und Gender in der Literatur: Emotionsprofile #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 3: Emotionsprofile in Lewalds Die Tante im Vergleich

Die weibliche Top-Drei besteht in dieser Novelle aus FURCHT / ANGST, TRAUER und FREUDE / GLÜCK. An erster Stelle wird von den weiblichen Figuren auf ein negatives Wertungssystem zurückgegriffen. Ähnlich sieht es seitens der männlichen Figuren aus. Männliche Figuren bringen vor allem unterschiedliche Formen der TRAUER zum Ausdruck, aber auch LIEBE und FURCHT / ANGST gehören zu den häufig zutage tretenden Emotionen. Erstaunen und Scham (als häufigste Vertreter der Kategorie PROBLEMFÄLLE) werden von beiden Figuren vermittelt. Insgesamt wird deutlich, dass die weiblichen Figuren häufiger stark emotional reagieren als die männlichen Figuren (s. Legende der Graphen). Das weibliche Emotionsprofil dominieren die negativen Basisemotionen, weniger ausgeprägt sind LIEBE und auch FREUDE / GLÜCK. Es könnte eher von einem extremen emotionalen Empfinden die Rede sein, das sich in den Varianzen zwischen den Emotionsfamilien offenbart. Das männliche Profil erscheint ausgeglichen und ebenmäßiger. Die Wertigkeiten der Emotionsprofile beider Geschlechter (negative Basisemotionen an der Spitze) stimmen wiederum überein.

Emotion und Gender in der Literatur: Emotionsprofile #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 4: Emotionsprofile in Ludwigs Das Gericht im Walde im Vergleich

In die Kategorie der Emotionsprofile mit ausgeprägten emotionalen Fallhöhen auf der einen Seite und einem ausgeglichen Emotionshaushalt auf der anderen Seite fällt auch die Novelle Das Gericht im Walde. Die deutlich ausgeprägten weiblichen, negativen Emotionen leiten durch die Novelle, während das männliche Emotionsprofil bei ähnlichen Emotionstypen (FURCHT / ANGST, FREUDE, GLÜCK, ZORN) vergleichsweise konstant verläuft und insgesamt deutlich seltener emotionale Regungen gezeigt werden. Ein beidseitig relativ ausgeglichenes Emotionsprofil findet sich zum Beispiel in Schmids Novelle namens Mohrenfranzl.

Ludwig Kählers Die drei Schwestern: Weibliche Gefühlskälte vs. männliche Emotionalität

Als Beispiel für quantitativ deutlich voneinander abweichende Emotionsprofile fungiert die Novelle Die drei Schwestern.

Emotion und Gender in der Literatur: Emotionsprofile #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 5: Emotionsprofile in Kählers Die drei Schwestern im Vergleich

Hier wird klar, dass männliche Figuren deutlich häufiger emotional reagieren als die titelgebenden drei weiblichen Figuren. Dem positiv geprägten Wertungssystem, auf das die männlichen Figuren zurückgreifen, steht ein zurückhaltendes, verschwindend geringes emotionales Reaktionsvermögen gegenüber (angeführt von FREUDE / GLÜCK und ZORN-Empfindungen). Die titelgebenden weiblichen Figuren bleiben emotional beinahe unbeteiligt und im Hintergrund. In der Wahl des Titels gibt der Autor den im Text selbst eher unsichtbar Gewordenen einen Raum, ohne diese dann selbst zu vertreten oder sich selbst vertreten zu lassen. Wir haben hier also den Fall, dass ein Titel drei Heldinnen annonciert, die durch die weitere Erzähltechnik weitgehend unsichtbar bleiben. Das spiegelt sich u. a. in der genderzspezifischen Verteilung der Emotionen wider. In diese Kategorie fällt auch die Novelle Incantada von Franz Kugler. Ein Gegenbeispiel findet sich in der Novelle Eine fromme Lüge in der die weiblichen Figuren emotional deutlich präsenter sind als die männlichen Figuren.

Heinrich Zschokkes Der tote Gast: Emotionaler Overkill

Die „emotionalste“ aller untersuchten Novellen stellt bisher Der tote Gast von Heinrich Zschokke dar. Vor allem die männlichen Figuren reagieren emotional erneut häufiger als die weiblichen Figuren.

Emotion und Gender in der Literatur: Emotionsprofile #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Abb. 6: Emotionsprofile in Zschokkes Der tote Gast im Vergleich

Wie der Titel bereits vermuten lässt, beinhaltet die Novelle Elemente eines Volksmärchens, welches Figuren beiden Geschlechts in FURCHT und ANGST versetzt. Figuren beider Geschlechter greifen darüber hinaus aber in erster Linie auf ein positives Wertungssystem zurück, indem sie FREUDE / GLÜCK und LIEBE zum Ausdruck bringen. Schlussendlich handelt es sich um eine Novelle mit Happy End, was sich im Emotionsprofil beider Geschlechter widerspiegelt. Ungewöhnlich ist das einseitige Empfinden von Scham der männlichen Figuren.

m*w-Zwischenbilanz

Rein quantitativ betrachtet – wie man der Tabelle entnehmen kann – reagieren die männlichen Figuren bisher häufiger emotional als die weiblichen Figuren. Diese sind emotional weniger präsent, sie bleiben emotional manchmal sogar beinahe unbeteiligt. In diese Kategorie der Emotionsprofile lassen sich bisher die meisten Novellen einordnen. Dieser Umstand lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt der Untersuchungen nicht auf eine grundlegend ungleiche Geschlechterverteilung zurückführen. Die Heiratsnovellen beinhalten qua Genre Figuren beider Geschlechter.

Emotion und Gender in der Literatur: Analyseparameter #Literaturwissenschaft #DigitalHumanities
Auswertung einer Auswahl der Analyseparameter der bisher annotierten Novellen

Männliche und weibliche Figuren greifen häufiger auf ein negatives Wertungssystem zurück und werten nicht grundlegend unterschiedlich. Addiert man allerdings die restlichen Emotionstypen – wie die Abbildung am Anfang zeigt – ergibt sich nahezu ein Gleichgewicht zwischen positiven und negativen Basisemotionen. Ein genderspezifischer Unterschied besteht vor allem in der Fallhöhe zwischen den einzelnen Emotionsfamilien.
DIVERSE Emotionen kommen bisher nur dann zum Einsatz, wenn kollektive Emotionen geäußert werden (wenn in Die Tante bspw. von dem Volk, den Menschen, den Deutschen, der Familie die Rede ist).

Resümieren wir unser bisheriges Vorgehen, erweisen sich die in den vorigen Blogbeiträgen skizzierte Methoden (also vor allem NER und Sentiment Analysis) als geeignet, um empirische Daten für die Interpretation zu liefern und valide Aussagen über die Repräsentationen von Genderstereotypen und Emotionen in erzählenden Texten zu machen. Da Literatur in der Tat ein hochgradig emotionales Unterfangen ist (vgl. Anz 2007), entsteht eine große Menge an Annotationsdaten. Die Analyse und vor allem die Auswertung der Annotationsdaten profitieren durch die digitale Arbeit mit CATMA. Da Einzelfallstudien zu Emotionen in literarischen Texten schnell an die Grenze des Darstellbaren kommen, stellt sich die computergestützte Annotation und vor allem die digitale Analyse der Annotationsdaten als Bereicherung heraus. Darüber hinaus ist es sehr aufwändig, die Emotionsstruktur einer ganzen Novelle zu bestimmen – zu diesem Ergebnis kommt auch Anja Schonlau bei der Analyse von Dramentexten (vgl. Schonlau 2017: 134). Mithilfe der bisher noch nicht genutzten Visualisierungsform „Distribution Graph“ ließe sich immerhin das Auftreten aller Emotionstypen im Zusammenspiel mit dem Handlungsverlauf der Novelle abbilden.

Genderspezifische Emotionsinformationen lassen sich aus dem Novellenschatz herausfiltern, wobei bei der Unterscheidung zwischen Gefühl (bewusster, reflektierter Zustand, der an bestimmten Emotionstypen gebunden ist) und Emotion (an körperliche und seelische Veränderungen gebundene Reaktionen, intensive angenehme oder unangenehme Erlebnisqualität) Vorsicht geboten ist bzw. eine detailliertere Unterscheidung noch aussteht. Darauf aufbauend lassen sich genderspezifische Bewertungssysteme formulieren, gleichzeitig wird Literatur als Spiegel der Gesellschaft und Resonanzraum mittels Gender- und Emotionsanalyse erschließbar. 

Festzuhalten bleibt außerdem, dass die Analyse auf einer relativ einfachen Grenzziehung zwischen unterschiedlichen Basisemotionen beruht, was bspw. in den kognitivistischen Ansätzen kritisch gesehen wird. Dennoch macht dieser Ansatz die Aspektvielfalt des innerliterarischen emotionalen Verhalts überhaupt erst zugänglich. Wir müssen wissen, wonach wir suchen, um es erkennen zu können. Gleichzeitig gilt es, sich auf Unbekanntes einzulassen und das Durcheinander der eben nicht immer klar abgrenzbaren Gefühlskulturen und emotionstragenden Textstrukturen durch genaue Annotationen und deren Auswertung sichtbar zu machen.

Im weiteren Verlauf geht es v. a. darum, die Heterogenität emotionaler Zustände in literarischen Texten als narrative Form aufspürbar zu machen und durch den Abgleich mit Ansätzen aus den Gender Studies – denkbar bzw. sinnvoll wären aber auch die engere Verzahnung mit anderen literaturtheoretische Ansätze und mit kognitivistischen, evolutionspsychologischen oder emotionssoziologischen Konzepten – einen Erkenntnismehrwert zu erzeugen und offenen Fragen sowie dem Bedarf an annotierten Trainigskopora für die Sentiment Analysis mit weiteren Korpusanalysen zu begegnen.

Statt eines Fazits: Offene Fragen der genderspezifischen digitalen Emotionsanalyse

Welche Emotionsprofile weisen die übrigen Novellen (Achim von Arnins Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau, Alfred Meißners Der Müller vom Höft, Charles Edouard Dubocs Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, Ottilie Wilermuths Streit in der Liebe und Liebe im Streit, Adele Wesemaels Eure Wege sind nicht meine Wege und Friederike Lohmanns Die Entscheidung von Hochkirch) auf?

Wie lassen sich die als „UNBEKANNT“ annotierten emotionalen Zuständen interpretieren?

Haben wir es mit einem begrenzten Set an prototypischen Emotionsprofilen zu tun, dem sich ein Großteil der Novellen zuordnen lässt?

In welcher Intensität (gemäßigt oder erregt) treten Emotionen auf und unterscheidet sich die Intensität je nach Geschlecht einer Figur (Tagset: Emotionen_Parameter)?

Wie lange hält ein emotionaler Zustand an und unterscheidet sich die Dauer je nach Geschlecht einer Figur (Tagset: Emotionen_Paramter)?

Treten Emotionen vorrangig verbal, nonverbal oder durch die Veränderung des körperlichen Zustands zutage und unterscheidet sich die Repräsentationsform je nach Geschlecht einer Figur (Tagset: Emotionen_Repräsentationsformen)?

Wie lassen sich die entdeckten Emotionsprofile mit den Gattungsmerkmalen der Novelle vereinbaren? Neben der „Simplicität des Plans und dem kleinen Umfang“ (Wieland) und dem „Dingsymbol“ (Heise) – also einer klar erkenntlichen Symbolik, ein leitmotivisches Moment wie der Falke in Boccaccios Il Decamerone (9. Geschichte, 5. Tag) – zählt v.a. die „unerhörte Begebenheit“ (Goethe) zu den gattungskonstitutiven Eigenschaften der novellistischen Erzählform. Als überraschender Wendepunkt eignet sich die novellistische Auseinandersetzung mit dem Topos der unbefleckten Empfängnis sicherlich (Meyer-Sickendieck 2005), in den bisher untersuchten Novellen wird sie jedoch nicht aufgegriffen und es stellt sich die Frage, auf welche „unerhörten Begebenheiten“ die herausgearbeiteten Emotionen verweisen, ob sich in unserem Textkorpus andere Amplifikationen der Überraschung finden oder ob die Überraschung in unserem Korpus eine weitaus kleinere Rolle spielt als es die hier zitierte Affektpoetik vermuten ließe.

Auf welche Art und Weise lassen sich NER-Modell und Emotionsanalyse gewinnbringend miteinander verbinden?

Sollte die Unsicherheit, die sicherlich einigen Annotationen anhaftet, durch eine Anpassung des Tagsets (bspw. Property: „Sicherheit“; Value: Skala 1 bis 5) im weiteren Analyseprozess berücksichtigt werden, um auf diese Weise Textpassagen sichtbar zu machen, die sich nicht eindeutig identifizieren ließen? Vagheit und Unsicherheit stehen im Gegensatz zu den bisher vorherrschenden Ansätzen der Sentiment Analysis, bei denen eine eindeutige Polarität bestimmt werden soll (vgl. Schmidt, Burghardt und Wolff 2018: 6). Gleichzeitig trügen gerade „unsichere Annotationen“ der Tatsache Rechnung, dass ein und dieselbe sprachliche Struktur unterschiedliche Bedeutungen haben kann und gäben dem geisteswissenschaftlichen Bedürfnis nach, Unsicherheiten sichtbar zu machen.

Diesen Artikel zitieren: Marie Flüh: "1. Analyseergebnisse: Emotionen und Gender im Deutschen Novellenschatz". In: m*w, Juni 19, 2020, https://msternchenw.de/1-analyseergebnisse-emotionen-und-gender-im-deutschen-novellenschatz/, [zuletzt geprüft: September 26, 2020].

Literatur

Anz, Thomas (2007): Kulturtechniken der Emotionalisierung. Beobachtungen, Reflexion und Vorschläge zur literaturwissenschaftlichen Gefühlsforschung. In: Karl Eibl, Katja Mellmann und Rüdiger Zymner (Hrsg.): Im Rücken der Kulturen. Poetogenesis. Studien und Texte zur empirischen Anthropologie der Literatur. Paderborn: mentis, 207241.

Meyer-Sickendiek, Burkhard (2005): Affektpoetik. Eine Kulturgeschichte literarischer Emotionen. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Schmidt, Thomas, Manuel Burgardt und Christian Wolff (2018): “Herausforderungen für Sentiment Analysis bei literarischen Texten”. In: Manuel Burghardt und Claudia Müller-Birn (Hrsg): NF-DH 2018 – Workshopband, 25. Sept. 2018. https://doi.org/10.18420/infdh2018-16.

Schonlau, Anja (2017): Emotionen in Dramentexten. Eine methodologische Grundlegung mit exemplarischer Analyse zu Neid und Intrige 1750 1800. Berlin/Boston: De Gruyter.

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